3/9/2021

MOBILE FIRST UMSTELLUNG VON GOOGLE – DAS MUSST DU ÜBER DAS UPDATE WISSEN

Google macht den Smartphone Bot zur No 1 – und stellt seinen Index ab März 2021 nun endgültig auf Mobile First um. Doch was steckt hinter dem Update? Was bedeutet es für meine Website oder meinen Onlineshop, wenn meine Plattform nicht mehr Desktop Only gecrawlt werden kann? Wann hat die Mobile Only Umstellung Auswirkungen auf mein Google Ranking? Unsere SEO-Experten haben alle wichtigen Fakten zum Update zusammengetragen – und eins können wir schon vorab sagen: Responsive Design ist ab sofort unumgänglich.

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(Online) Marketing

RESPONSIVE DESIGN IST PFLICHT

MOBILE FIRST UMSTELLUNG VON GOOGLE – DAS MUSST DU ÜBER DAS UPDATE WISSEN

Jetzt aber wirklich: Google stellt seinen Index auf Mobile Only um. Nach mehreren Verschiebungen des Rollouts (u.a. um Unternehmen in der Coronakrise nicht zusätzlich mit ihren Online-Baustellen zu belasten) schließt der Suchmaschinengigant im März 2021 nun die Umstellung für alle ab. In diesem Beitrag schauen wir uns an, was das Mobile First Indexing (MFI) für dich bedeutet und was du beachten musst, damit du dich ruhigen Gewissens zurücklegen kannst. Denk immer dran: Google will ja nur das, was die User wollen - und wenn wir den User mit seinen Bedürfnissen im Blick haben, sind wir immer bestens aufgestellt. Ja, irgendwie ist die natürliche Reaktion auf ein Google Update immer erst eine kleine Zitterpartie: Was passiert da grade, was ich nicht kontrollieren kann? Wird mein Traffic jetzt in den Keller stürzen? Wer aber kompromisslos das Nutzererlebnis an erster Stelle stellt, der weiß auch in diesem Fall: Die Umstellung der Indexierung ist eine ganz logische Antwort auf das veränderte Suchverhalten der User – und kein Grund zur Panik, wenn man ein paar (wichtige) Dinge beachtet. Steigen wir nun ein – folgende Fragen beantworten wir dir in diesem Beitrag:

  1. Was bedeutet das Mobile First Indexing (MFI) für meine Website oder Onlineshop?
  2. Was muss ich tun, um für das Mobile First Indexing (MFI) gut aufgestellt zu sein?
  3. Welche Rankingfaktoren werden dieses Jahr noch relevant sein?
  4. Wie prüfe ich, ob meine Website oder Onlineshop fit for Google ist?

 

1) Was bedeutet das Mobile First Indexing (MFI) für meine Website oder Onlineshop?

Du weißt aus deiner eigenen Erfahrung: Das Web wird überwiegend mobil genutzt. Dem entsprechend wird Google jetzt nur noch die mobilen Versionen aller Websites für das Ranking berücksichtigen. Der Smartphone-Bot übernimmt nun komplett den Crawling-Job, also das Scannen unserer Website auf relevante Infos für das Ranking. Was er ignoriert: Die Desktop-Versionen deiner Plattform, so wie es ehemals der Fall war. Bei einer Suchanfrage wird künftig also nur noch die mobile Version deiner Webiste in den Rankingtopf geworfen. Was bedeutet das für dich? Du musst alle Inhalte deiner digitalen Plattform mobiloptimiert anbieten können – Stichwort „Responsive Design“. Hast du das nicht getan, kann das für dich (sensible) Ranking- und Sichtbarkeitsverluste in der organischen Suche bedeuten.

Die Umstellung auf das MFI ist natürlich keine Nacht-und-Nebel-Aktion gewesen. Der Rollout begann schon im September 2018 und seitdem ist der mobile Crawler aktiv. Der Abschluss der Umstellung war schon früher geplant und wurde u.a. aufgrund der Coronakrise bis März 2021 verlängert, damit die Unternehmen mehr Zeit zur Umstellung haben. Kleine Zusatz-Info: Der Mobile First Index ist nicht zu verwechseln mit dem Rankingfaktor „Mobile Friendliness“: Der Index sorgt im ersten Schritt dafür, dass nur mobile Versionen für die Suche herangezogen werden. Der Rankingfaktor sortiert diese Seiten nach Qualität und Relevanz, um sie dann in ein Ranking zu gießen. Für deine Platzierung in den Suchergebnissen spielen aber natürlich noch deutlich mehr Faktoren eine Rolle – und nur wer einen holistischen Blick auf alle Faktoren hat, ist auch am besten in der Lage, sein Google Ranking zu verbessern.

 

2) Was muss ich tun, um für das Mobile First Indexing (MFI) gut aufgestellt zu sein?

Ganz klar: Auf Responsive Webdesign setzen! Das empfiehlt auch Google selbst. Es bedeutet, dass du nicht zwei Versionen einer Website hast (Mobile und Desktop), sondern nur eine responsive Version, die automatisch und optimiert für verschiedene Devices bzw. Bildschirmgrößen ausgegeben wird. Falls deine Plattform nicht responsiv gestaltet ist, musst du dafür sorgen, dass dein Content auf beiden Versionen angeglichen wird – und das ist natürlich anstrengend. In einer TOP 3 haben wir außerdem weitere in unseren Augen wichtige Voraussetzungen aus unserer Erfahrung heraus zusammengestellt:

Layout

  • Cumulative Layout Shift (CLS): Bei dieser Kennzahl aus den Google Web Vitals geht es um die visuelle Beständigkeit: Sie misst, wie optimal eine Website auf verschiedenen Devices ausgegeben wird oder ob sich das Layout verschiebt, z.B. ein Eingabefeld (etwa für die E-Mail Adresse) plötzlich durch einen CTA (Call-To-Action Button) verdeckt wird und der User hier nicht weiterkommt 
  • Schriftgrößen/Pixelgrößen: Hier halten wir uns kurz – einfach immer die Standards beachten (z.B. Headlines nicht unter 16px)  
  • Bilder/Videos: Alle Alt-Texte in Bildern beschreiben – das wird tatsächlich noch häufig vernachlässigt und hilft z.B. in der Google Bildersuche. Letzteres sollte auch bei der Qualität von mobilen Bildern beachtet werden – mit Hinblick auf den Pagespeed werden hier oft Abstriche in der Bildqualität gemacht. Man sollte nur bedenken, dass die Bilder dann ggf. nicht mehr in die Google Bildersuche aufgenommen werden 

Performance 

  • Pagespeed: Seiten müssen schnell geladen werden, auch das ist natürlich in der mobilen Suche extrem wichtig. Lazy Loading, also das progressive Ladeverhalten einer Seite, ist eine gängige Methode, um die Performance zu optimieren. Inhalte werden z.B. erst zu dem Zeitpunkt geladen, an dem sich der User auch tatsächlich an der entsprechenden Stelle befindet. Vorab werden die Inhalte erst einmal zurückgestellt, damit sie den Pagespeed nicht bremsen. Die Methode funktioniert wunderbar, solange sie auch korrekt implementiert ist. Ist das nicht der Fall, kann es passieren, dass Google die Inhalte nicht findet – und demnach nicht crawlt und indexiert. 

Seitenstruktur 

  • Canonicals: Wird kein Responsive Design verwendet, sucht sich Google beim Crawlen die mobile Version, auch wenn die Desktop Version als Canonical angegeben ist. Auf jeden Fall sollten die mobilen URLs und die Desktop URLs in der Sitemap-Datei klar ausgewiesen werden. Auch die Weiterleitung je nach Device (z.B. von Desktop zur mobilen Version, wenn der User mit einem Smartphone auf die Seite zugreift) muss definiert sein. Wenn dann noch hreflang-Anweisungen (Sprach-/Länderversionen einer Website) hinzukommen, wird es kompliziert – und liefert damit ein weiteres Argument für den Einsatz von Responsive Design. Im Ganzen dreht sich hier alles um das Thema Transparenz – ist die Seite strukturell und inhaltlich transparent gestaltet, kann sie deutlich leichter von der Suchmaschine gescannt und bewertet werden. 
  • Identische Robots Meta Tags: Dies gilt auch wieder, wenn kein Responsive Design verwendet wird: Die Robots Meta Tags beider Versionen (Desktop & Mobile) dürfen sich nicht unterscheiden – ansonsten bekommst du Probleme bei der Indexierung. 

 

3) Welche Rankingfaktoren werden dieses Jahr noch relevant sein?

Natürlich können wir in diesem Beitrag nicht auf alle Rankingfaktoren eingehen. Wir möchten aber kurz ein paar wichtige Faktoren für die mobile Suche nennen, die in unseren TOP 3 schon berücksichtigt wurden. Und die uns im Mai 2021 in einem weiteren Update, dem Page Experience Update, erwarten werden: Die Core Web Vitals – drei zusammenhängende Kennzahlen, anhand derer Google die User Experience einer Plattform bestimmen will:

  • LCP: Largest Contentful Paint à Ladezeitraum für die relevantesten Inhalte
  • FID: First Input Delay à Reaktionsdauer auf Nutzereingaben
  • CLS: Cumulative Layout Shift à Visuelle Beständigkeit (wie in Frage 2) bereits beschrieben) Schlechte Core Web Vitals werden: Abgestraft! Natürlich, ihr kennt das.

 

4) Wie prüfe ich, ob meine Website oder Onlineshop fit for Google ist?

Wie schon beschrieben – und wie dir auch bewusst ist: Es gibt viel zu tun, um im Ranking auf Platz 1 zu landen. Grundsätzlich musst du im Idealfall die Suchintention deiner User 1:1 abbilden, denn Google würde einem Nutzer am liebsten nur ein einziges Suchergebnis anzeigen – um hier einmal John Müller, Senior Webmaster Trends Analyst des Suchmaschinenriesen, zu zitieren. Außerdem hast du neben deiner Zielgruppe selbstredend immer alle digitale Entwicklungstrends im Blick – oder jemanden an deiner Seite, der das für dich übernimmt. Wenn beispielsweise die junge Generation verstärkt die Sprachsuche nutzt, ändert das natürlich auch die Art ihrer Sucheingaben – und sobald diese Generation kaufkräftig wird (was nicht mehr lange dauert), musst du darauf vorbereitet sein. Es gibt im Ganzen viele Stellschrauben, an denen du drehen kannst und auch solltest. Ein paar davon haben wir dir in diesem Beitrag kurz vorgestellt. Manche erfordern längerfristige oder kostenintensive Maßnahmen, manche können aber auch echte Quick Wins sein. 

 

Du willst wissen, ob du mit deiner digitalen Plattform die wichtigsten Rankingfaktoren erfüllst? Dann melde dich bei uns: www.brandung.de/kontakt 
Gerne beleuchten wir mit dir den Status Quo und die Potentiale deiner Plattform im Hinblick auf deine Suchmaschinenoptimierung und deine Mobile First Strategie.

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