4/7/2021

SHOPWARE 6: Next level E-Commerce?

Kunden erwarten im Onlinehandel immer bessere und schnellere kanalübergreifende Einkaufserlebnisse – egal, ob in B2C oder B2B. Bei dieser Herausvorderung kommt schnell das Thema Headless Commerce ins Spiel. Eine der Technologien mit Headless Ansatz ist Shopware 6. In diesem Beitrag zeigen wir auf, wann und warum du auf das junge Shopsystem setzen solltest. Und auch, warum eine Migration von Shopware 5 auf Shopware 6 nicht mehr funktioniert.

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E-Commerce

4 GRÜNDE, DIE FÜR DAS FLEXIBLE HEADLESS COMMERCE SYSTEM

SHOPWARE 6: DAS BESTE SYSTEM FÜR DEINEN ONLINESHOP?

Als Händler weißt du: Unser Einkaufsverhalten hat sich in den letzten Jahren massiv verändert. Nicht zuletzt die Coronakrise hat dazu geführt, dass wir überwiegend online shoppen (müssen). Aber – und das gilt für B2C und B2B: Es reicht heute nicht mehr, „nur“ einen Onlineshop zu haben. Dafür sind die User aus dem privaten Umfeld zu verwöhnt von erstklassigen Einkaufserlebnissen: Personalisierte Konten, zahlreiche Payment- & Versandoptionen, schnelle Performance und hervorragende Usability auf allen Devices sind Standards, die wir erwarten.  
Wer da als Onlinehändler mithalten will, muss seine E-Commerce Plattform schon jetzt für die Kundenwünsche von morgen aufstellen, denn wir wissen: Die Anforderungen werden sich verdammt schnell weiterentwickeln.  
Kommst du als Händler irgendwann an den Punkt, dass dein bestehendes Shopsystem – auch durch Update oder gar Migration auf die nächste Version – die aktuellen und zukünftigen Anforderungen nicht mehr erfüllen kann, stehst du zwangsläufig vor der Frage: Welches Shopsystem ist heute und in Zukunft das richtige für mich?  
Dafür checkst und vergleichst du bewährte Systeme. Wir bei brandung sind nicht auf eine Technologie festgelegt, sondern implementieren je nach Kundenanforderung verschiedene Systeme. Shopware gehört auch dazu – übrigens ein E-Commerce System, das zu den wenigen anerkannten globalen Commerce Software-Anbietern gehört, die im Gartner Magic Quadrant for Digital Commerce 2020 aufgeführt werden. In diesem Artikel möchten wir dich mit den Facts & Vorteilen der recht jungen Version 6 versorgen. Fangen wir mit der wichtigsten Frage an:  
Wann wird Shopware 6 überhaupt erst einmal interessant für dich? 

  • Wenn du die nächsten 5 Jahre planen möchtest
  • Wenn du dein technologisches Fundament modernisieren möchtest 
  • Wenn du neues Wachstumspotential ausschöpfen, dabei aber auch schnelle Fortschritte sehen möchtest 
  • Wenn du dich professionalisieren möchtest (z. B. durch Automatisierungen) und hierfür Anbindungen an zahlreiche Systeme nötig sind 
  • Wenn du dich sowohl im B2C- als auch im B2B-Segment positionieren möchtest 
  • Wenn du Shopware-Kunde älterer Versionen bist und weiterhin von dem gewaltigen Ökosystem profitieren möchtest 

Das zur ersten Orientierung. Und zum letzten Punkt der ganz klare Hinweis: Shopware 6 ist im Gegensatz zu Shopware 5 oder älteren Versionen eine komplett neue Software. Sowohl die verwendeten Technologien als auch der architektonische Ansatz sind komplett neu. Es ist also nicht möglich, deinen Shopware 5 Shop „lediglich“ auf Shopware 6 zu migrieren. Und auch wenn wir die Entwicklung parallel mit Echtdaten aus deinem aktuellen System vollziehen können – wir sprechen dann tatsächlich von einem Relaunch.  
Das klingt auf zuerst einmal herausfordernd. Allerdings musst du dich fragen, ob der technologische Standard älterer Shopware-Versionen die E-Commerce Entwicklungen der nächsten Jahre überhaupt mithalten könnte. Aus unserer Erfahrung mit dem System können wir sagen: Die Nutzung von Shopware 6 war die richtige Entscheidung. Denn das System hat einen absoluten Entwicklungssprung hingelegt. Im Folgenden möchten wir dir vier Argumente mit auf den Weg geben, die in unseren Augen ganz klar für Shopware 6 sprechen:  
1) Shopware 6 liefert dir die Basis, schlank zu starten, aber groß zu denken 
2) Mit Shopware 6 baust du auf eine flexible State-of-the-art Technologie   
3) Shopware 6 passt sich deinem Geschäftsmodell an – nicht umgekehrt 
4) Mit Shopware 6 bist du in deiner E-Commerce Strategie zukunftsorientiert aufgestellt 

 
1) Shopware 6 liefert dir die Basis, schlank zu starten, aber groß zu denken 
Du möchtest dein Onlinebusiness schnell ans Laufen bringen und „on the fly“ weiterentwickeln? Mit Shopware hast du den Vorteil, dass du nicht ewig im Hintergrund auf „deinen perfekt ausgereiften Shop“ warten musst, während deine Kunden sich mit deiner aktuellen Plattform quälen und dir die Zeit davonrennt. Getreu dem MVP-Ansatz (Minimum Viable Product) bist du mit Shopware nicht auf die umfangreiche Entwicklung eines gewaltigen Systems angewiesen, sondern kannst mit einem soliden Fundament schnell ins Online-Rennen gehen.  
Dieses Fundament ist so performant & skalierbar, dass du anschließend in Ausbaustufen komplexere Funktionen einbinden kannst, um deinen Shop nach und nach an deinen gewünschten Standard zu optimieren. Das Schöne ist: Dein Fundament bietet dir initial schon einen ausgereiften Standard an z. B. gewünschter Usability, SEO-Funktionen oder Datenschutz.  
Die Basis, um perspektivisch zu wachsen ist da – es liegt an dir, an deinen Zielen, Prioritäten und natürlich an deinem Budget, was du wann implementierst. So oder so: Du profitierst von einem umfangreichen Stack an Funktionalitäten. Auch mithilfe des Plugin Managers ist dein System flexibel erweiterbar – und damit kommen wir auch direkt zum nächsten Punkt. 
 
2) Mit Shopware 6 baust du auf eine flexible State-of-the-art Technologie   
Wenn dir Shopware bereits vertraut ist, dann weißt du, was für eine riesige Entwickler-Community hinter dem System des Anbieters aus Schöppingen steckt. Das hat unglaublich viele Vorteile, hält die Technologie „jung“ – und ist auch ein Grund, weswegen wir bei brandung den Open Source Ansatz leben: Unsere Developer implementieren nicht nur das System, sondern sind ebenso an der Weiterentwicklung von Funktionen und Features beteiligt. Schau dir alleine an, wie viele Plugins du im Shopware Community Store beziehen kannst, um dein E-Commerce System individuell aufzubauen und zu erweitern: Über 4.000 sind das mittlerweile. Dieses immense Ökosystem trifft nun mit Shopware 6 auf eine exzellente technologische Basis: 

  • Core 

Der Kern des eCommerce Systems ist die eCommerce API, basierend auf dem Symfony Framework. Im Gegensatz zu den meisten Symfony-Anwendungen verwendet Shopware kein ORM, sondern eine dünne Abstraktionsschicht, die Datenabstraktionsschicht (DAL). Die DAL ist mit Blick auf die spezifischen Bedürfnisse von Shopware implementiert und lässt Entwickler über vordefinierte Schnittstellen auf die Datenbank zugreifen. Dadurch ist die Einführung einer Meta Abfragesprache ist man theoretisch nicht an MYSQL gebunden, sondern kann unter der Haube andere Datenbanken (Redis, Elasticsearch) ansprechen. Die eCommerce Prozesse finden im Kern statt und sind rein theoretisch völlig unabhängig der Backend (Administration) oder Storefront Technologie.  

  • Backend 

Die Shop Administration im klassischen Sinne, zum Pflegen der Produkte oder zur Bearbeitung der Bestellungen, ist mit dem Javascript-Framework vue.JS umgesetzt. Die Administration kommuniziert via Rest API mit dem eCommerce Kern. Es ist es schnell und intuitiv. Als Redakteur fühlt sich fast an, als würde man im Frontend arbeiten – das Backend kann beispielsweise auch über Smartphone oder Tablet gepflegt werden.  
Wie schon eingangs erwähnt baut Shopware 6 auf eine komplett neue Architektur – das, was wir als „Headless“ oder „API-First Ansatz“ bezeichnen. Es bedeutet salopp gesagt, dass das Backend kopflos wird, da es vom Frontend entkoppelt wird. Es gibt eine API, an die wir zahlreiche Schnittstellen, Funktionen oder Sales Channels anbinden können. So bist du neben Anwendungen wie Mobile und Social Shopping oder Marktplätzen ebenso gut aufgestellt wie für alle zukünftig spannende Kanäle, etwa Voice Commerce oder IoT-Anbindungen (Internet-of-Things).  

  • Frontend 

Ab Werk wird Shopware mit eine leichtgewichtigen Storefront ausgeliefert. Quasi wie eine Symfony Applikation, bestehend aus Bootstrap CSS Framework und der Template Engine Twig. Für dich ist an dieser Stelle sicher am relevantesten, dass es sich hier (im Gegensatz zu den Vorgängerversionen) um moderne Standardtechnologien handelt, die die Storefront leichtgewichtig und leicht anpassbar machen, aber gleichzeitig Raum bieten, eigene Templates zu gestalten. 
 
Stehst du aktuell vor diesen Herausforderungen? 

  • Deine Marke differenziert sich durch interaktive Kundenerlebnisse  
  • Der aktuelle Store(front) begrenzt das Tempo und die Möglichkeiten der Kundeninteraktion  
  • Du möchtest, dass das Kundenerlebnis dynamischer und personalisierter ist  
  • Du möchtest mehrere Dienste für Inhalte, Suche, Personalisierung und Checkout integrieren  
  • Du möchtest keinen Shop, der wie jeder andere Online-Shop aussieht - PDP, PLP, Suche, Warenkorb, Login  

 
In diesem Fall lässt dir Shopware 6 die Möglichkeiten und Freiheiten, ein eigenes Storefront via Progressive Web App (PWA) umzusetzen bzw. auf eine fertige PWA Lösung von Shopware zu setzen. Denn wie wir mittlerweile wissen, der eCommerce Kern kommuniziert sowieso schon via Rest API. 
 
Teilt man das Frontend einmal in seine Bestandteile auf, so basiert das System auf dem Bootstrap CSS Framework und der Template Engine Twig. Für dich ist an dieser Stelle sicher am relevantesten, dass es sich hier (im Gegensatz zu den Vorgängerversionen) um moderne Standardtechnologien handelt, die die Storefront leichtgewichtig machen, aber gleichzeitig Raum bieten, eigene Templates zu gestalten. Du bist im Storefront also ziemlich flexibel und hast eine Basis für die Anbindung einer Progressive Web App (PWA) – im Fall von Shopware Vue Storefront, geschrieben auf Vue.js. Eine PWA vereint die Vorteile von Website & App – womit du sicher bist, für deine User immer die beste Usability zu bieten. Auch wer zukünftig für den Mobile Commerce gut aufgestellt sein möchte, kommt an einer PWA kaum vorbei. 
 
3) Shopware 6 passt sich deinem Geschäftsmodell an – nicht umgekehrt 
Kein starres E-Commerce System: Dank der Technologien und architektonischen Struktur ist das System in der Lage, sich deinem Businessmodell und deinen Prozessen anzupassen. Aufgrund der offenen API-Schnittstelle kannst du verschiedene Drittlösungen wie CMS, ERP oder Payment flexibel anbinden. Willst du im nächsten Schritt mehr automatisieren oder personalisierte Shoppingerlebnisse bieten, kannst du CRMs wie Salesforce oder PIMs wie akeneo anbinden.  
Und: Du kannst als Händler deine „eigenen Regeln erstellen“, um deine Plattform zu personalisieren. Falls du in den Bereich Social Shopping einsteigen möchtest, kannst du besondere Rabatte, Aktionen oder andere Versandkosten bieten. Das Feature dafür nennt sich „Rulebuilder“ und erlaubt dir, auf deine Kunden hochgradig individuell einzugehen – ohne Programmieraufwand zu investieren. Und wenn sich das für dich alles zu sehr nach B2C anhört: Mit der B2B Suite wird Shopware auch den komplexen Anforderungen im B2B-Segment gerecht. Die B2B Suite ist in der Enterprise Edition bereits inkludiert – in der brandung haben wir sie schon für viele Kunden erfolgreich eingesetzt.  
Je nachdem, was für dein Geschäftsmodell erforderlich ist, musst du nicht von Anfang an mit der Enterprise Edition loslegen – du kannst auch erst mit der Professional Edition starten und zu gegebener Zeit aufstocken. Wichtig ist nur, dass du nun ein System hast, mit dem du jegliche Business-Szenarien abbilden kannst – und dass auch in Zukunft mit dir mitwachsen wird.  
 
4) Mit Shopware 6 bist du in deiner E-Commerce Strategie zukunftsorientiert aufgestellt 
The Future is Tomorrow: Du bist fest davon überzeugt, dass du nicht nur ein belastbares und performantes Fundament für deine Business-Strategie brauchst, sondern auch ein zukunftsfähiges? Deine Verkaufskanäle verändern sich? Du willst mit Voice Commerce oder IoT-Anwendungen Trends im Onlinehandel mitgehen? Mit einem API-First System hast du die Basis, um dein Unternehmen und deine Produkte auf allen Kanälen und Devices optimal zu präsentieren – auch auf den Geräten & Plattformen, die du heute vielleicht noch nicht kennst. So bist du automatisch immer dort präsent, wo deine Kunden sind, also für jeden Touchpoint gewappnet – und das mit nur einer Lösung.  
Deine Gestaltungsmöglichkeiten sind unendlich – auch um das Shopping bei dir zum digitalen Erlebnis zu machen: Mit Shopware 6 werden die sogenannten „Einkaufswelten“ zu „Erlebniswelten“. Mit ihnen schaffst du kreative Produkt- und Markenwelten, die deine Angebote erlebbar machen und deine Kunden emotional ansprechen. Per Drag & Drop (sogar mit unmittelbarer Frontend-Vorschau) kannst du Shopseiten, Landingpages oder Kategorieseiten ganz einfach gestalten. Hier schaffst du digitales Storytellung und Content Commerce as its best – aber eben auch sehr easy. 
 
Shopware 6 – eine Technologie, die dein E-Commerce aufs nächste Level hebt 
Das können wir festhalten: Mit Shopware 6 ist ein System auf dem Markt, was Onlinehändlern nicht nur die volle Flexibilität bietet. Nein, es ist auch echt ein technologisches „Brett“ geschaffen worden, das dich unterstützt, jegliche vorstellbare Entwicklung im E-Commerce mitgehen zu können. Headless ist im Commerce einfach gesetzt, weil wir das Fundament brauchen, um unseren Kunden immer bessere, schnellere und bequemere kanalübergreifende Einkaufserlebnisse bieten zu können.  
Bewusst sein muss man sich aber dennoch der Tatsache, dass die Software noch recht jung ist (Aktuelles Release: 6.3.5.0) und an der einen oder anderen Stelle noch Features nachgebessert werden müssen – das zeigt zumindest unsere bisherige Erfahrung. Wir haben in diesen Fällen dann z.B. Verbesserungen geschrieben, etwa ein Plugin erweitert, um CSV Dateien sauber zu importieren und exportieren. Dass es zwar Probleme, aber auch immer Lösungen gibt, zeigt wiederum die Vorteile von Open Source – und natürlich von qualifizierten Developern, die wir als etablierter Shopware Solution Partner inhouse haben. 
Wenn du bislang eine Shopware 5 Version oder älter fährst, kannst du dich sicherlich noch die nächsten 3 Jahre auf Support verlassen – so wird es laut Shopware noch bis 2023 Bugfix Releases und bis 2024 Security Releases geben. In die Planung eines Umstiegs zu gehen, ist aber trotzdem unausweichlich. Wenn du dich einmal mit der Version 6 vertraut machen möchtest, bietet dir die Shoptechnologie übrigens auch an, eine Livedemo mit deinen eigenen Produktdaten durchzuführen.  
Egal, ob du nun überlegst, von einer älteren Version umzusteigen oder von einem anderen System zu wechseln – eins steht fest: Leisten solltest du dir sowohl eine gute Planung als auch einen professionellen Partner an deiner Seite. 


Du willst wissen, ob Shopware 6 das richtige System für dein Business ist? Gern werfen wir mit dir einen (unverbindlichen) Blick drauf – melde dich gerne bei unseren Experten: www.brandung.de/kontakt

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